Eine komplette
Umstrukturierung einer Webseite führt oft
dazu, dass Seiten unter neuen Adressen
abgelegt werden. Nutzer, die sich auf das
alte Angebot eingestellt haben, gelangen bei
Verwendung ihrer Lesezeichen zu einer 404
Fehlerseite (eine solche erscheint immer,
wenn eine Seite entweder nicht
vorhanden ist, gelöscht oder verschoben
wurde bzw. sich ein Nutzer bei der Eingabe
vertippt hat), Suchmaschinen habe die alte
Adresse noch in ihrem Index und führen
Nutzer ebenfalls zunächst zu der
Fehlerseite.
Eine Abhilfemaßnahme wäre es, eine eigene
Fehlerseite zu erstellen. Auf dieser können
Sie z.B. auf die Umstrukturierung hinweisen
und Nutzer zu einer anderen Seite von ihnen
führen. Zur Erstellung einer eigenen
Fehlerseite gehen Sie wie folgt vor:
-
Erstellen
Sie eine reine Textdatei mit dem Namen
".htaccess" (Achtung der Punkt muss vor
htaccess stehen und ist wichtig!)
-
Fügen Sie
folgende Zeile in die Datei .htaccess
ein: ErrorDocument 404 /eigene-fehlerseite.htm
-
Erstellen
Sie Ihre eigene Fehlerseite und
speichern Sie diese unter dem Namen
eigene-fehlerseite.htm ab.
-
Übertragen
Sie die beiden Dateien .htaccess und
eigene-fehlerseite.htm auf Ihren
Speicherplatz im Internet.
Geben Sie zum
Test jetzt einen x-beliebigen falschen
Dateinamen ihrer Domain im Browser ein, so
solltee nun ihre eigene Fehlerseite
erscheinen.
Achtung:
Bevor Sie beginnen, diese Tipps in die
Praxis umzusetzen, müssen Sie sich
vergewissern, dass ihr Host-Provider einen
Apache Web-Server betreibt und Sie Zugriff
auf die .htaccess Dateien haben. An einer
bereits bestehenden .htaccess-Datei sollten
Sie über die Ergänzung obiger Zeile hinaus,
keine Änderungen vornehmen!
Meta Refresh Tags
Das Erstellen einer eigenen Fehlerseite ist
nicht die einzige Möglichkeit, die Sie
haben, wenn Sie eine Datei umbenennen.
Anstatt Nutzern eine Fehlerseite zu zeigen,
können Sie diese gleich zu der neuen Seite
weiterleiten. Den schlechtesten Weg, den Sie
hier einschlagen können, ist die Verwendung
eines Meta Refresh Tags:
<HEAD>
<META HTTP-EQUIV="refresh" content="0;URL=http://www.new.com/neueAdresse.htm">
<TITLE>Seite wurde verschoben</TITLE>
</HEAD>
Dies führt zwar zu der gewünschten
Weiterleitung, doch werden Suchmaschinen bei
Verwendung eines Refresh-Tags schnell
hellhörig und vermuten dahinter unzulässige
Optimierungsmethoden (siehe den Beitrag
Doorway Pages und
Cloaking), was zur Bestrafung einer
Webseite führen kann.
301 Redirect
Beim 301 Redirect (Moved
Permanently) werden Umleitungsregeln in die
schon erwähnte reine Textdatei .htaccess
eingeführt. Bei einem 301 Redirect sollten
Sie wie folgt vorgehen:
-
Erstellen
Sie eine reine Textdatei mit dem Namen
".htaccess" (Achtung der Punkt muss vor
htaccess stehen und ist wichtig!)
-
Fügen Sie
den Umleitungsbefehl in die Datei .htaccess
ein:
Bei Umleitung einer einzelnen Seite:
Redirect 301 /seite1.html
http://www.ihredomain.de/seite1-neu.html
Bei Umleitung eines ganzen
Verzeichnisses: Redirect 301 /verzeichnis
http://www.ihredomain.de/verzeichnis-neu
Bei Umleitung der ganzen Domain:
Redirect 301 / http://www.ihreneuedomain.de/
-
Übertragen
Sie die Datei .htaccess auf Ihren
Speicherplatz im Internet.
Suchmaschinen werden die alte URL entfernen
und die neue URL an dessen Stelle nehmen.
Darüber inwieweit z.B. Google bei einem 301
Redirect auch den PageRank der alten Adresse
auf die neue überträgt oder genauer die
Backlinks der alten auf die neue, wird noch
immer in Suchmaschinenoptimiererkreisen
diskutiert. An sich sollte nichts vererbt
werden, da die bisherigen Links nun einmal
auf die alte Datei/Site und nicht auf die
neue zeigen.