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Die
wichtigsten Dinge, die Sie zur Anmeldung bei Suchmaschinen und Katalogen wissen
sollten
4.
Kann ich eine gute Position in den Suchergebnissen auch erkaufen? – Payed
Placement
Zur
Finanzierung ihrer Dienste eröffnen einige Suchmaschinen die Möglichkeit, an
bestimmten vorgegebenen Flächen bezahlte Verweise erscheinen zu lassen. Man
spricht von Payed Placement. Einfluß auf das Ranking und damit auf die Anzeige
bei den Suchresultaten hat diese Art der Werbung indes nicht. Sie stellt eine
Methode dar, unabhängig von der Optimierung einer Webseite, an einer günstigen
Position bei den Suchergebnissen zu erscheinen. Einige wenige Payed Placement
Programme und ihre Funktionsweisen werden im Folgenden kurz dargestellt. Der
Schwerpunkt liegt auf den Angeboten des Marktführers Google.
Werbeprogramme von
Google
Google
bietet die Werbeformen „Premium Sponsorship“ und „AdWords“ an. Bei
ersterer erscheinen die Werbelinks in einem farblich hervorgehobenen Feld
oberhalb der regulären Suchergebnisse. Das Programm ist auf große Anbieter
zugeschnitten und die Werbekampagne wird von Google-Mitarbeitern unterstützt.
Ein relativ hohes Mindestbudget ist zur Teilnahme erforderlich.
AdWord-Anzeigen
werden neben den regulären Suchergebnissen bei Google angezeigt. Außerdem
erscheinen sie – soweit nicht durch Veränderung der Voreinstellungen
ausgeschlossen – auch auf den Webseiten des Google-Werbenetzes (z.B. bei Chip
Online, AOL, T-Online, Ask Jeeves). Bei der Erstellung der Anzeigen werden die
Schlüsselwörter („Keywords“) ausgesucht, bei denen die Anzeige erscheinen
soll. Eine Bezahlung wird nur fällig, wenn ein Nutzer auch tatsächlich auf die
Anzeige klickt (sog. Cost-per Click (CPC) Basis). Die
Rangposition, an der die Anzeige erscheint, ist abhängig sowohl von der
Klickrate (CTR) als auch von dem Betrag, den ein Nutzer bereit ist, maximal für
einen Klick zu bezahlen. Die Spanne, die er festlegen muss, reicht dabei von
0,05 € bis zu 50 €. Zusätzlich kann ein Tagesbudget angegeben werden, das
nicht überschritten werden soll. Neben einer Aktivierungsgebühr von 5 € sind
keine weiteren monatlichen Mindestgebühren fällig. Google reduziert
automatisch den tatsächlich für einen Klick zu bezahlenden Betrag auf den
geringsten Betrag, der erforderlich ist, um die Position der Anzeige auf der
Suchergebnisseite zu halten.
Bei
der Einrichtung eines Google AdWords-Kontos können außerdem die Zielsprache
und Zielländer der Anzeige eingestellt werden. Google gelingt es, eigenen
Angaben zufolge, mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 99% anhand der IP-Adresse
des Benutzers dessen geographische Herkunft zu ermitteln.
Als
Keywords können auch markenrechtlich geschützte Begriffe verwendet werden. Das
FAQ von Google äußert sich wie folgt zu dieser Problematik: „Als
Anbieter von Werbemöglichkeiten können wir Streitigkeiten bezüglich
Warenzeichen zwischen Inserenten und den Eigentümern der Warenzeichen nicht
schlichten. Unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen legen fest, dass allein die
Inserenten für die Keywords und Anzeigentexte, die bei Google erscheinen,
verantwortlich sind. Für Eigentümer von Warenzeichen empfiehlt es sich,
Streitigkeiten mit unseren Inserenten direkt zu lösen. Insbesondere, da die
Inserenten möglicherweise ähnliche Werbungen auf anderen Seiten geschaltet
haben.
Wir
können jedoch eine Untersuchung begründeter Beschwerden in begrenztem Umfang
durchführen. Wenn wir eine Beschwerde von einem Eigentümer eines Warenzeichens
erhalten, beschränkt sich unsere Überprüfung darauf, sicherzustellen, dass
die fraglichen Anzeigen den per Warenzeichen geschützten Begriff nicht als
Keyword verwenden. Wenn dies der Fall sein sollte, deaktivieren wir diese
Keywords in der Anzeigenkampagne. Beachten Sie bitte, dass nur die Anzeigen von
solch einer Untersuchung betroffen sind, die durch Google geschaltet sind.
Weitere
Informationen zur Verwendung von Warenzeichen bei Google finden Sie unter den Richtlinien
zu Warenzeichen. Falls Sie eine Beschwerde zu Warenzeichen einreichen möchten,
sehen Sie unter unserem Verfahren
für Beschwerden zu Warenzeichen nach.“
Ob
Google trotzdem einer Haftung ausgesetzt ist, wenn Kunden markenrechtlich geschützte
Begriffe verwenden, ist zur zeit rechtlich sehr umstritten und wird zu einem späteren
Zeitpunkt Gegenstand eines Artikels sein.
Trusted
Feed Programm (Altavista)
Zahlreiche
Dokumente können von Spidern nicht oder nur sehr schlecht erfaßt werden. Dazu
gehören auch dynamische Webseiten und Seiten, die mit Frames arbeiten. Hier
setzt das Trusted Feed-Programm von Altavista an und bietet die Aufnahme von
mehr als 500 URLs in den Index an, die vom Anbieter selbst bestimmt werden.
Genau genommen, handelt es sich dabei nicht um ein Payed Placement Programm, da
lediglich die Erfassung der Webseiten garantiert wird, nicht aber eine
Verbesserung des Ranking. Da die Bezahlung allerdings auf einer Cost-per-Click
Basis erfolgt, halten sich hartnäckig Gerüchte, wonach die Teilnahme an dem
Programm auch positive Auswirkungen auf das Ranking hat.
Overture
Overture
(bis Mitte 2001 unter dem Namen GoTo bekannt) bietet ein Bezahlmodell auf der
CPC-Basis an, d.h. dass dem Webmaster nur dann Kosten entstehen, wenn seine
Anzeige wirklich angeklickt wird. Die Rangposition in den Suchergebnissen ist
davon abhängig, wie viel ein Anbieter zu zahlen bereit ist, um unter einem
bestimmten Stichwort gefunden zu werden. Wollen mehrere Anbieter unter dem
gleichen Wort gefunden zu werden, entscheidet die Höhe darüber, wer an welcher
Stelle aufgeführt wird. Dabei hat man Einsicht in die Höhe der anderen
Angebote. Zum Beispiel könnte ein Webmaster sich entscheiden, für jeden Klick
30 Cent bezahlen zu wollen. Wenn kein anderer Anbieter mehr zu zahlen bereit
ist, erscheint die Anzeige an erster Stelle. Ist hingegen ein anderer Anbieter
bereit, z.B. 35 Cent zu bezahlen, erscheint die Anzeige nur noch an zweiter
Stelle. Daraus ergibt sich auch, dass das Ranking sich jederzeit durch höhere
oder niedrigere Gebote von einem selbst oder von anderen Anbietern ändern kann.
Suchbegriffe
werden von Overture nur dann akzeptiert, wenn die betreffende Webseite den
relevanten Inhalt dazu aufweist, der klar mit diesem Suchbegriff verbunden ist.
Overture legt damit sehr großen Wert auf Konsistenz von Inhalt und Suchwörtern.
Das
Suchportal von Overture selbst hat nur sehr geringe praktische Relevanz.
Overtures Hauptaugenmerk liegt darauf, bekannten Webportalen die Technik des auf
Versteigerung von Keywords basierenden Werbesystems anzubieten. Portal-Partner
von Overture in Deutschland, bei denen eine bei Overture gebuchte Anzeige
ebenfalls erscheint, sind z.B. T-Online, Altavista, AOL, MSN, ZDNet und Lycos.
Dabei übernehmen einige Portal-Partner auch nur die Anzeigen bis zu einer
bestimmten Rangposition, Lycos nur die jeweils auf Rang 1 und 2 befindlichen
Anzeigen, weitere erst in der Fußleiste und auf Folgeseiten. Die Portal-Partner
kennzeichnen die entsprechenden Anzeigen, die meist vor den eigentlichen
Suchresultaten erscheinen, mit dem Textzusatz „Sponsored Links“ oder „Overture“.
Das
Payed Placement Modell von Espotting ähnelt weitgehend dem von Overture,
erreicht aber auch über seine Portal-Partner in Deutschland (z.B. Netscape,
Yahoo.de, Metaspinner) nicht die Reichweite von Overture.
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