Yahoo ist vor einem Gericht in Peking der IFPI unterlegen. Der Weltverband der Musikindustrie hatte von dem chinesischen Ableger die Entfernung von Links zu nicht nicht lizensierten MP3-Dateien gefordert. Zu Recht, wie das Gericht jetzt feststellte. Es erkannte zwar, dass die primäre Verantwortlichkeit bei den Personen liege, die die Daten im Internet anbieten, Yahoo sei aber mitursächlich für die Verletzung von Urheberrechten. Yahoo wurde zur Zahlung von ca. 19.000 € Schadensersatz verurteilt.
Eine ähnliche Klage hatte die IFPI bereits 2006 gegen Baidu, die führende chinesische Suchmaschine, eingelegt. Diese wurde jedoch damals abgewiesen. Inzwischen sollen sich aber die gesetzlichen Grundlagen in China geändert haben, so dass das Urteil im Fall Yahoo wohl nicht als Widerspruch zum Baidu-Urteil zu sehen ist.
