Das deutsch-französische Suchmaschinenprojekt "Quaero"
stand von Anfang in der Kritik. Eher belächelt, machte schnell das Wort von der
Steuerverschwendung die Runde. Wie soll auch ein staatliches Programm mit
begrenzten finanziellen Mitteln Google Paroli bieten können? Jetzt droht zudem
politischer Ärger in Form einer "Kleinen Anfrage" der Bundestagsfraktion von
Bündnis 90/Die Grünen. Die Abgeordneten wollen wissen, weshalb es keine
öffentliche Ausschreibung gab, auf die sich Unternehmen zur Beteiligung an "Quaero"
bewerben konnten. Die Regierung soll sagen, welche Kriterien sie bei der Auswahl
der am Projekt beteiligten Unternehmen anlegt hat und weshalb die Federführung
des Konsortiums bei der Bertelsmann-Tochter Empolis GmbH liegt, einem
Unternehmen, das bisher nicht mit Suchmaschinen gearbeitet habe. Die Fraktion
will ferner erfahren, unter welchen Gesichtspunkten die beteiligten Hochschulen
ausgewählt worden sind (BT-Drs.
16/3383).
