Mitte November 2005 hat Google mit Google Base einen neuen Datenbankdienst gestartet, von dem man noch nicht so recht weiß, in welche Richtung er sich entwickeln wird. Der Dienst erlaubt es jedem registrierten Google-Benutzer jede Art von Informationen, z.B. Rezepte, Jobangebote, Rezensionen oder Verkaufsanzeigen, auf die Server der Suchmaschine hochzuladen. Diese werden dann für andere Nutzer innerhalb von Google Base durchsuchbar gemacht. Zusätzlich lassen sich jedem Inhalt so genannte Attribute zuweisen, um diese zu katalogisieren. Ob dieser neue Dienst, wie vereinzelt in der Presse spekuliert, zum Todesstoß für Anbieter wie eBay wird, erscheint unwahrscheinlich und wird sich erst mittelfristig beurteilen lassen. Zumindest der Start war auch von negativen Presseberichten begleitet: Bereits nach einer Woche fanden sich in der Datenbank zahlreiche pornografische Inhalte, was Google allerdings auch ausdrücklich erlaubt. Nur die Option "SafeSearch", mit der sich nicht jugendfreie Inhalte filtern lassen, hat anscheinend anfänglich auch nicht funktioniert. Anzeigen, mit denen sexuelle Kontakte gesucht oder angeboten werden, finden sich jedenfalls noch immer genügend. Ob Google seinem Image damit einen Gefallen tut, mag jeder selbst beurteilen...
