1.8.2005 Michael Rath - Das
Recht der Suchmaschinen
Häufig
wird das vermeintlich objektive Ergebnis von Suchmaschinen wegen
der vielfältigen Manipulationsmöglichkeiten, die sowohl Content
Providern als auch Suchmaschinen-Anbietern offen stehen, sachwidrig
beeinflusst, ohne dass dies dem Nutzer der Navigationshilfe überhaupt
auffällt. Prominente Beispiele hierfür ist der vom
Suchdienst-Betreiber angebotene Verkauf von Suchmaschinen-Einträgen (Paid
Listings) und die Schaltung kontext- und suchanfragebezogener Anzeigen (Keyword
Advertisement). Bei dem vermeintlich rein automatischen Betrieb einer
Suchmaschine lassen sich vor allem wegen dieser Vorauswahl aus dem
Informationsangebot des Internet viele rechtliche Fragestellungen
identifizieren.
Diese
rechtlichen Fragen werden ausführlich von Dr. Michael Rath in seiner
Dissertation "Das Recht der Internet-Suchmaschinen" unter
Einordnung in die hierbei relevanten Rechtsgebiete (das Urheber-,
Marken- und Wettbewerbsrecht) dargestellt, wobei der Fokus der
Betrachtung auf die Suchdienst-Betreiber und deren Interaktion bei der
Suche nach Inhalten im Internet gerichtet wird. Bei der mit dieser
Fokussierung ebenfalls einhergehenden Untersuchung der Haftung für die
Informationsvermittlung im Internet werden auch die für alle anderen
Content Provider geltenden Grundsätze der Verantwortlichkeit für im
Internet bereitgehaltene Inhalte beleuchtet.
Der
Autor kommt dabei zum Ergebnis, dass der Gesetzgeber eine gesetzliche
Grundlage für den Betrieb von Suchdiensten schaffen sollte und hält
hierzu auch einen eigenen Formulierungsvorschlag bereit.