Der Federal Court of Australia hat sich
in einem Urteil mit der Thematik des Keyword Advertising
beschäftigt. Beklagt waren sowohl der Werbekunde als auch Google.
Die Marke „Kloster Ford“ war in der Überschrift einer AdWord-Anzeige
erschienen. Um die Verwendung der Marke als Keyword wurde das
Verfahren hingegen nicht geführt.
Das Gericht wies den ersten Vorwurf
gegen Google zurück, das Unternehmen kennzeichne Werbeanzeigen nicht
genügend. Zwar wäre eine Kennzeichnung als „advertisement“
deutlicher als „sponsored link“, es gebe jedoch keinerlei Beweise
für eine Irreführung von Nutzern.
Durch die Verwendung der Marke in der
Überschrift werde u.a. den Eindruck einer wirtschaftlichen
Verbindung von Werbetreibenden und Markeninhaber erzeugt. Das
Gericht bejahte hier letztlich eine Haftung.
Google hingegen kann für das Verhalten
seiner Kunden nicht zur Verantwortung gezogen werden. Das Gericht
geht von einer neutralen Rolle der Plattform aus:
"...the technology employed in on-line
advertising may be quite different to that associated with the
publication of advertisements in newspapers or magazines or the
broadcasting of television or radio advertisements, it is
nevertheless clear that the publisher or broadcaster of such
advertisements always provides at least some of the technical
facilities that permit the relevant advertisement to be seen or
heard. It does not follow that these publishers or broadcasters have
thereby endorsed or adopted any information conveyed by the
advertisement or that they have done anything more than pass it on
for what it is worth."
Australian Competition and Consumer Commission v
Trading Post Australia Pty Ltd [2011]
FCA 1086 (September 22, 2011, corrected October 10, 2011)