12.7.2011 Google verliert in
den USA erste Runde wegen Erfassung von WLAN-Daten
Google sieht sich in den USA weiterhin
einer Sammelklage wegen des (mittlerweile eingestellten) Sammelns
von WLAN-Daten durch seine Street-View-Fahrzeuge ausgesetzt. Letztes
Jahr wurden insgesamt acht Klagen erhoben, die am 17.8.2010 zu einer
Sammelklage vor dem United States District Court for he Northern
District of California zusammengefasst wurden. Das Gericht hat
nunmehr am 29.6.2011 einer motion to dismiss von Google nicht
stattgegeben, so dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommen wird.
Google wird in dem Verfahren u.a. eine Verletzung des Electronic
Communications Privacy Acts vorgeworfen. In der Entscheidung des
Gerichts geht es vornehmlich um die Auslegung von zwei
Tatbestandsmerkmalen, „radio communications“ und „readily
accessible to the general public“. Da das Gesetz aus der
Vor-Internet-Ära stammt, hatte der Gesetzgeber Wi-Fi-Übertragungen
natürlich noch nicht bedenken können. Die vom Gericht letztlich
angenommene Auslegung stößt bereits auf Kritik (siehe
Judge Ware: Google Not Entitled to "Readily
Accessible to the General Public" Defense in Street View Class
Action). U.a. nimmt es an,
dass alleine eine nicht vorhandene Verschlüsselung ein Netzwerk noch
nicht allgemein für die Öffentlichkeit zugänglich macht.
In re Google Inc. Street View Electronic
Communications Litigation, 2011 WL 2571632 (N.D. Cal. June 29, 2011)
(Order)
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