 |
 |
|
8.5.2010
Gesetzesinitiative gegen Google Street View? |
Die letzten News rund um Google
Street View:
-
Hamburg hat angekündigt, am 7.5. eine Initiative zur Änderung des
Bundesdatenschutzgesetzes in den Bundesrat einzubringen.
Danach müssten Firmen Gesichter und Kfz-Kennzeichen
unkenntlich machen, ehe sie Bilder ins Internet einstellen
oder im Rahmen eines anderen Diensts, etwa eines
Navigationssystems, bereitstellen. Die ursprünglichen
Aufnahmen ohne die Verpixelung müssten nach einem Monat
gelöscht werden. Die Aufnahmen wären vorher anzukündigen
(und dies wohl nicht nur im Internet). Abgebildete Personen
dürfen nach dem Gesetzesvorschlag die Löschung verlangen,
auch wenn ihr Gesicht gepixelt ist. Auch Hauseigentümer und
Mieter hätten ein uneingeschränktes Widerspruchsrecht gegen
die Abbildung des Gebäudes. Bei Verstößen soll ein Bußgeld
bis zu 50.000 Euro fällig werden. Die Politiker misstrauen
also Google. Die meisten Verpflichtungen, die
festgeschrieben werden sollen, erfüllt das Unternehmer auf
je nach Sichtweise mehr oder weniger freiwilliger Weise
bereits.
„Regeln zum Abfilmen von Häusern und Straßen müssen
gesetzlich bindend sein. Eine freiwillige
Selbstverpflichtung reicht nicht. Wir wollen die
Persönlichkeitsrechte schützen und Informations- und
Widerspruchsrechte verpflichtend machen“,
kommentiert
Justizsenator Dr. Till Steffen.
„Wir wollen die Lücken im Bundesdatenschutzgesetz schließen.
Auf die freiwillige Selbstverpflichtung von Google ist kein
Verlass. Hier erlegt sich das Unternehmen freiwillige Regeln
auf, dort sammelt es Daten über private WLAN-Netze, die die
Nutzer verschlüsseln, weil sie nicht für die Allgemeinheit
bestimmt sind.“
-
In einem
Blog-Post weist Google noch einmal auf alle
Informationen hin, die ihren Street View Autos aufzeichnen.
Auch zur Kritik wegen der Erfassung von WLAN-Netzen wird
Stellung bezogen.
-
Was passiert eigentlich, wenn
ein Auto von Google einmal besonders langsam fährt?
Wendy Southgate hat es so unfreiwillig geschafft, gleich auf
43 (!) Aufnahmen sichtbar zu sein, als sie mehr oder weniger
neben dem Wagen hergelaufen ist...(CNet)
-
Google soll in einem Gespräch mit
Ministerin Ilse Aigner (CSU) zugesagt haben, die Bilder
aus Deutschland erst online zu stellen, wenn die
Widersprüche von Bürgern vollständig berücksichtigt
sind. Die betreffenden Wohnungen, Häuser und Gärten
sollen demnach komplett unkenntlich gemacht und die
Rohdaten vernichtet werden (Heise).
|
|
|
|
n
|
 |
|