Google sieht sich derzeit
mehreren Kartellbeschwerden ausgesetzt (Beschwerden
gegen Google bei der EU-Kommission und
Bundeskartellamt fordert Google nach
Beschwerden zur Stellungnahme auf). Die Schreiben
der Beschwerdeführer bei der EU-Kommission sind bislang
nicht öffentlich, wohl aber eines von Foundem, einer
Preisvergleichsseite,
an die US Federal Communications Commission. Die darin
vorgebrachten Vorwürfe dürften denen gegenüber der
EU-Kommission vorgetragenen entsprechen.
Foundem wendet sich gegen
Google Universal Search, also die Einbindung von anderen
Google-Diensten in die Websuche, z.B. Google Maps, News oder
Product Search. Damit werde diese zu einem sehr mächtigen
Werbeinstrument von Google, das es dem Unternehmen erlaubt,
sein Monopol auf dem Markt der Websuche in beliebige andere
Bereiche auszudehnen.
Ein Beispiel hierfür seien
Kartendienste. Als Nutzer begannen, vermehrt Google Maps zu
benutzen statt MapQuest lag dies kaum an einer wesentlich
besseren Qualität des Produkts, sondern schlicht an der
Integration in die Websuche. Zu diesem Zeitpunkt suchten
sogar noch mehr Leute unmittelbar nach MapQuest ("But an
analysis by Heather Hopkins of Hitwise found that many more
users were still actively searching for MapQuest than for
Google Maps at the time when Google Maps’ traffic was
surpassing MapQuest’s; she concluded that Google Maps’
rising traffic was the direct result of its preferential
placement in Google’s search results,
http://weblogs.hitwise.com/us-heather-hopkins/2009/02/google_maps_edges_closer_to_ma_1.html").
Ähnliches könnte jederzeit in
anderen Bereichen geschehen: “Similar harm to competition
and innovation is inevitable when Google extends this
strategy into new domains, such as financial search, travel
search, property search, job search, social networking,
browsers, operating systems, mobile, and so on.”