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11.3.2010 Haftungsprivilegierung für das Google Keyword Suggestion Tool

Nachdem Rescuecom seine Klage gegen Google zurückgezogen hat, kann Google noch einen weiteren Erfolg in einem anderen Keyword-Gerichtsverfahren feiern. In der von Jurin angestrengten Klage wegen der Verwendung seiner Marke „Styrotrim“ hat der Richter einige Anspruchsgrundlagen sehr rasch verworfen, Jurin v. Google, Inc., 2010 U.S. Dist. LEXIS 18208 (E.D. Cal. March 1, 2010).

Zum einen lehnte er einen Anspruch gegen Google aus 15 U.S.C. § 1125 (a) wegen „False Designation of Origin“ ab. Diese Vorschrift soll vor einer Verwirrung über den Hersteller eines Gutes schützen. Google selbst aber tritt nirgends als Hersteller von Sytrotrim-Produkten auf. Dies könnte man lediglich ggf. den einzelnen Werbetreibenden vorwerfen, die Styrotrim als Keyword buchen. Diese Rechtsverletzung könnte Google wiederum erst ermöglichen. Das Gericht wollte seine Betrachtung aber nicht auf eine einzelne Werbeanzeige beschränken. Angesichts der Vielzahl bei dem Keyword Styrotrim angezeigten Werbeanzeigen, sei es sehr unwahrscheinlich, dass ein Nutzer jeden werbenden Unternehmer als den echten Produzenten von Styrotrim ansehe:

Here, Defendant has in no way directly represented that it is the producer of the Styrotrim product. To the extent Plaintiff may contend that Defendant has helped “facilitate” confusion of the product with others, such is a highly attenuated argument. Even if one accept as true the allegation that a “Sponsored link” might confuse a consumer, it is hardly likely that with several different sponsored links appearing on a page that a consumer might believe each one is the true “producer” or “origin” of the Styrotrim product. As such, Plaintiff fails to properly plead a false designation of origin claim."

 

Zum anderen überraschte der Richter mit einer Aussage zum Keyword Suggestion Tool. Google zeichne für den Inhalt der Werbeanzeige nicht verantwortlich, sondern stelle lediglich Raum für die Werbung zur Verfügung. Mit dem Vorschlag von Keywords unterstütze Google die Werbetreibenden ähnlich wie bei einem redaktionellen Prozess. Google könne daher bzgl. einiger Vorwürfe (Negligent Interference with Contractual Relations and Prospective Economic Advantage, Intentional Interference with Contractual Relations and Prospective Economic Advantage, Fraud, Unjust Enrichment) die Haftungsprivilegierung nach 47 U.S.C. § 230 in Anspruch nehmen: Rather it is a “neutral tool,” that does nothing more than provide options that advertisers could adopt or reject at their discretion, thus entitling the operator to immunity."

 


   

Google
 
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