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26.2.2010 Suchmaschinenoptimierter Text urheberrechtlich geschützt

"Ihr DJ, wenn professionelle musikalische Unterhaltung gefragt ist.

[…] Party-Musik aus den 70'ern, 80'ern, 90'ern bis in die aktuellen (Dance-) Charts. […]

Eigene modernste Technik (Sound & Light) und eine riesige Musiksammlung aus mehreren 10.000 Titeln erfüllen fast jeden Musikwunsch und lassen keine Langeweile aufkommen. Ob für Jung - oder Jung gebliebene !"

 

U.a. um diesen Text ging es in einem Verfahren vor dem LG Köln (Urteil vom 12.8.2009, Az. 28 O 396/09). Die Werbung war vom Beklagten kopiert und auf seiner eigenen Website veröffentlicht worden. Und wenn sie sich den Text einmal ganz genau anschauen, dann fällt ihnen bestimmt auf, dass er genau auf Suchmaschinen ausgerichtet formuliert wurde, damit die Seite eine gute Position bei Google erreicht. Nicht gemerkt? Dann lesen Sie noch einmal genauer! Wieder nicht? Na gut, ich merke da auch nichts von Suchmaschinenoptimierung. Aber ich bin auch nicht das LG Köln, das u.a. damit die Schutzfähigkeit des Textes begründet hat:

Vielfach liegt gerade die Individualität eines Webseitentextes in seiner Art der Sammlung, Einteilung und Anordnung (Dreier/Schulze, a. a. O., RN 84, 101 m. w. N. aus der Rspr.). Für Webseiten gilt deshalb zudem, dass die Individualität des Textes gerade auch in der technischen Realisierung der Gestaltung liegen kann, wenn der Webdesigner die Internetseite durch gezielte Verwendung von Sprache so optimiert, dass sie bei der Eingabe von Alltagsbegriffen in eine Suchmaschine unter den ersten Suchergebnissen erscheint (OLG Rostock, 27.06.2007 – 2 W 12/07, CR 2007, 737 f).

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Außerdem ist unstreitig der erste streitgegenständliche Textabschnitt ebenso wie die weiteren streitgegenständlichen Textabschnitte, so verfasst, dass durch die geschickte Auswahl und Anordnung von Schlüsselwörtern in Suchmaschinen eine Spitzenposition erzielt werden kann. Damit bilden die Auswahl, die Einteilung und die Anordnung der Suchbegriffe aus der Alltagssprache in dem Textabschnitt ebenfalls die individuelle schöpferische Eigenheit des Internetauftritts des Verfügungsklägers. Die Gestaltung mit Mitteln der Sprache erreicht die für die Urheberrechtsschutzfähigkeit hinreichende Gestaltungshöhe, denn sie übersteigt deutlich das Schaffen eines durchschnittlichen Webdesigners, das auf einer routinemäßigen, handwerksmäßigen und mechanisch-technischen Zusammenfügung des Materials beruht.“


   

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