24.1.2010
CNFDI v. Google - Berufungsurteil im Verfahren um Google Suggest
Das Feature
Google Suggest schlägt einem Nutzer,
der eine Suchanfrage eintippt,
beliebte Stichworte vor, die ein
entsprechendes Präfix besitzen.
Angegeben wird zudem eine geschätzte
Trefferzahl. Letztes Jahr habe ich
auf
zwei Gerichtsverfahren in Frankreich
hingewiesen.
Bei der Eingabe
der Firmennamen Direct Energie bzw.
CNFDI schlug Google als erstes „Direct
Energie arnaque“ bzw.
„CNFDI arnaque“
vor. Arnaque steht für
Betrug. Die Verbindung der
Unternehmen mit dem Wort arnaque
beruht schlicht darauf, dass viele
Nutzer entsprechende Suchanfragen in
der Vergangenheit gestellt haben.
Während
Direct Energie
vor Gericht erfolgreich war und
Google verurteilt wurde, die
Vorschläge zu ändern, war CNFDI
weniger erfolgreich. Das Gericht im
CNFDI-Verfahren erkannte zum einen
die Arbeitsweise des Algorithmus von
Google und die herausragende Rolle
von Suchmaschinen für die
Verbreitung von Information an, und
zog daraus zum anderen den
zutreffenden Schluss, dass der
Vorschlag „anarque“ auf die
Zahl der diesbzgl. Suchanfragen
zurückgeht und der Vorschlag selbst
keine Verleumdung ist.
CNFDI ist
in Berufung gegangen und hat
Medienberichten zufolge diese
jetzt auch noch gewonnen!