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25.9.2009
Street View im 17. Jahrhundert: Die Vicke-Schorler-Rolle |
Ich war in den letzten Tagen
im Norden Deutschlands
unterwegs und bin dort bei
einer Nachtwächterführung in
Rostock auf ein Uralt-Street
View Projekt gestoßen.
Anfang des 17. Jahrhunderts
hat ein Rostocker Krämer
über acht Jahre an einer
Federzeichnung gearbeitet,
die Rostock abbildet. Das
Endprodukt ,
die sog.
Vicke-Schorler-Rolle
hat eine Länge von 18,68
Metern und eine Höhe von 60
Zentimetern (e ine
Abbildung gibt es bei
Wikipedia). Anhand der
Abbildungen wurden später
Häuser im ursprünglichen
Aussehen wiedererbaut.
Machen wir einen Zeitsprung:
Der
Schweizer Datenschützer
Hanspeter Thür hat Google
ein Ultimatum gestellt und
das Unternehmen aufgefordet,
innerhalb von 30 Tagen eine
Stellungsnahme in Sachen
Street View in der Schweiz
abzugeben.
In
seiner
Empfehlung
vom 11.
September
2009
hat er
verlangt,
dass
Google
-
eine
verbesserte
Lösung
zur
vollständigen
Unkenntlichmachung
von
Gesichtern
und
Autokennzeichen
erarbeitet,
-
der
Anonymisierung
im
Umfeld
heikler
Einrichtungen
wie
z.B.
Spitälern,
Schulen
oder
Gefängnissen
besondere
Beachtung
schenkt,
-
Aufnahmen
aus
Privatstrassen
löscht,
wenn
keine
Einwilligung
vorliegt,
-
Aufnahmen
von
umfriedeten
Orten
(Höfe,
Gärten)
entfernt
und
künftig
die
Kamera
entsprechend
niedriger
montiert,
-
sowohl
eine
Woche
vor
den
Aufnahmen
als
auch
eine
Woche
vor
deren
Aufschaltung
informiert,
welche
Städte
und
Dörfer
betroffen
sind,
und
dass
Google
-
keine
neuen
Bilder
von
Schweizer
Strassen
aufschaltet,
bis
die
Rechtsfragen
geklärt
sind.
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