Als Gegenentwurf zur Hamburger Erklärung haben 15
Autoren im sog. "
Internet-Manifest"
17 Behauptungen darüber aufgestellt, wie
Journalismus heute funktioniert. Darunter finden
sich Äußerungen zur Linkfreiheit im Netz und zum
Nutzen der Suchmaschinen. Damit wird Überlegungen,
das Setzen eines Links von der Zustimmung des
Betreibers der verlinkten Seite abhängig zu machen
(siehe z.B.
Linkverbot als Weg
zur Rettung der schwächelnden Zeitungs-Industrie?),
entgegengetreten und der Kritik an Diensten wie
Google News widersprochen. Konkret finden sich unter
den Nr. 7 und 8 folgende Bemerkungen:
"7. Das
Netz verlangt Vernetzung.
Links sind Verbindungen.
Wir kennen uns durch Links. Wer sie nicht nutzt,
schließt sich aus dem gesellschaftlichen Diskurs
aus. Das gilt auch für die Online-Auftritte
klassischer Medienhäuser.
8. Links
lohnen, Zitate zieren.
Suchmaschinen und
Aggregatoren fördern den Qualitätsjournalismus: Sie
erhöhen langfristig die Auffindbarkeit von
herausragenden Inhalten und sind so integraler Teil
der neuen, vernetzten Öffentlichkeit. Referenzen
durch Verlinkungen und Zitate – auch und gerade ohne
Absprache oder gar Entlohnung des Urhebers –
ermöglichen überhaupt erst die Kultur des vernetzten
Gesellschaftsdiskurses und sind unbedingt
schützenswert."