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15.9.2009 Weitere Einwände gegen die Google Buchsuche
Das Gerichtsverfahren um die Google Buchsuche dürfte in der Zeit bis zum fairness hearing des New Yorker Bezirksgerichts und zu dessen Entscheidung über die Zustimmung zu dem Vergleichsvorschlag noch für die eine oder andere Nachricht gut sein. Wer noch tiefer einsteigen will, findet auf der Webseite http://news.justia.com/cases/featured/new-york/nysdce/1:2005cv08136/273913/ die umfassenden Gerichtsdokumente. Bis zum 4.9.2009 (dann aber doch bis zum 8.9.2009 verlängert) konnten Einwände gegen den Vergleich vorgebracht werden und es finden sich unter den Dokumenten viele kurze Schreiben von Universitätsbibliotheken, Urhebern und Verlegern, darunter einige nette Stellungnahmen. Herr Ramous z.B. schlägt eine Kopie der für die Buchsuche eingesetzten Datenbank vor, die in staatliche Hände übergeben und regelmäßig aktualisiert werden soll. Nur so für den Fall, dass Google sein Geschäft irgendwann einmal einstellt oder ein sonstiges Unglück geschieht, das den Datenbestand zerstört. Seine Mail ging CC auch gleich an den US-Präsidenten...
Ein anderer Einwand betrifft die geplante Aufteilung der Einnahmen. Google behält nach dem Vergleich 37%. Damit verdiene das Unternehmen mehr an den Werken, an deren Schaffung es nicht beteiligt und die es lediglich gescannt habe, als die Urheber und Verleger. Denn man müsse sehen, dass 10-20% der Einnahmen bei dem zu schaffenden Buchrechteregister landen würden. Die verbleibenden 43-53% würden zwischen Urhebern und Verlegern geteilt. Hauptgewinner sei völlig zu Unrecht Google. 
 
Und zum Ende noch der Hinweis auf einen weiteren Aufsatz zur Buchsuche "Why the Google Books Settlement is Procompetitive". Die Autoren weisen u.a. darauf hin, dass die Einführung neuer Produkte zu rund 80% scheitert. Google investiert mit hohem Risiko mehrere hundert Millionen US-Dollar, ohne zu wissen, ob sich die Investition letztlich rechnen wird. Der aufgewendete Betrag sei aber nach wie vor nicht so hoch, als dass ihn andere Unternehmen wie Yahoo oder Amazon nicht auch aufbringen könnten, wenn sie denn an einem Konkurrenzprodukt Interesse hätten. 


   

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