Maximilian Schubert macht in seinem
Blog auf eine gewagte These von Richard Posner (Berufungsrichter in den USA) und Gary Becker (ein US-amerikanischer Ökonom und Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften) aufmerksam, in der diese die Krise der Zeitungsindustrie und Wege aus ihr heraus diskutieren. Dabei sehen sie als ein Problem die oft kostenlosen Informationen an, die Verlage im Internet bereitstellen, die dann wieder von anderen im Rahmen von Übersichten zusammengestellt werden. Auch wenn dies nirgends ausdrücklich erwähnt wird, sind damit Geschäftsmodelle wie Google News gemeint. Und der Ausweg? Lasst uns doch das Urheberrecht verschärfen und die Verlinkung von Artikeln von der Genehmigung des Urhebers abhängig machen! Wörtlich:"Expanding copyright law to bar online access to copyrighted materials without the copyright holder's consent, or to bar linking to or paraphrasing copyrighted materials without the copyright holder's consent, might be necessary to keep free riding on content financed by online newspapers from so impairing the incentive to create costly news-gathering operations that news services like Reuters and the Associated Press would become the only professional, nongovernmental sources of news and opinion."
Das ganze lässt aber außer Acht, dass Online-News-Seiten auch indirekt finanziell von den Links profitieren. Mehr Besucher bedeutet mehr Klicks auf Werbeanzeigen und damit mehr Einnahmen. Um Google News noch einmal aufzugreifen: Schlimmer, als von Google „durch die Verlinkung und die Übernahme einleitender Sätze ausgebeutet zu werden“ ist es nur noch, von Google als dessen nicht wert befunden und ignoriert zu werden ....
