Nehmen wir einmal an, eine Webseite hat einen PageRank von 5. Dann profitieren von diesem Wert alle Seiten, die von dort aus verlinkt sind. Nehmen wir weiter an, die verlinkende Webseite hätte eine zu verteilende Kraft von 100%. Werden nun vier Seiten verlinkt, dann erbt jede dieser Seiten 25% der zu verteilenden Kraft.
Dieses System konnte bislang u.a. gezielt bei der Optimierung der eigenen Webseite eingesetzt werden. Ein Link lässt sich mit dem Attribut „Nofollow“ versehen, mit der Wirkung, dass an die verlinkte Webseite kein PageRank vererbt wird. Links zu unwichtigen eigenen Unterseiten, z.B. zum Impressum, konnten so zu Gunsten der Links zu den relevanten Seiten abgewertet werden. Ist im Beispielsfall ein Link mit dem Attribut Nofollow versehen, teilen sich die anderen drei Seiten die 100%, erhalten also jeweils 33,33 %. Zumindest war es lange Zeit so.
Matt Cutts hat allerdings auf eine schon vor einiger Zeit von Google vorgenommene Änderung hingewiesen, die bislang den ganzen Suchmaschinenoptimierern nie aufgefallen ist. Seit etwa einem Jahr wird die zu verteilende Kraft unter allen Links aufgeteilt, also auch denen mit Nofollow. Alle vier verlinkten Seiten erhalten grundsätzlich also 25 %. Aufgrund des Attributs lässt Google dann aber die 25% der einen verlinkten Seite komplett unter den Tisch fallen, ohne dass dadurch die anderen verlinkten Seiten aufgewertet würden.
Enthält ein Blogbeitrag einen einzigen Link, war dieser bislang viel wert. Links in den Kommentaren, die in vielen Fällen Nofollow-Links sind, hatten darauf keinen Einfluss. Jetzt schon!
