Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat die Kritik an der Vorgehensweise von Google grundsätzlich unterstützt. In einer Pressemitteilung äußerte sie sich wie folgt: "Den Unmut der Verleger und Autoren über die Vorgehensweise von Google kann ich gut nachvollziehen. Das Verhalten von Google, Bücher in großem Umfang ohne Einwilligung der Rechtsinhaber zu digitalisieren und zu veröffentlichen und erst danach über Vergütungen zu verhandeln, ist nicht akzeptabel. Es ist nun wichtig, dass die betroffenen deutschen Autoren und Verleger mit einer Stimme sprechen. Es ist richtig, dass die VG Wort und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels gemeinsam im Interesse der Betroffenen handeln." Konkrete Handlungsankündigungen enthält die Mitteilung nicht. "Ich rufe alle Betroffenen auf, bis zum Ablauf der Frist am 5. Mai 2009 gut zu überlegen, ob sie den Vergleich mittragen oder aussteigen wollen." Ob die Urheber mit dieser Antwort zufrieden sein werden?
Bei der Eröffnung einer internationalen Konferenz zur Zukunft des Urheberrechts äußerte sich Frau Zypries dann erneut kritisch zum Vorgehen von Google, erst Bücher zu scannen und hinterher mit den Rechteinhaber über eine Vergütung zu verhandeln: "So geht es nicht" (Heise). In die gleiche Richtung siehe schließlich die Erklärung von Kultusstaatsminister Bernd Neumann.
