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15.3.2009 Woher stammen die (Satelliten-) Bilder bei Google Maps und Earth?
Die Kartendaten in Google Maps stammen hauptsächlich von TeleAtlas, einem niederländisch-belgischen Unternehmen mit Sitz in Gent, die Satellitenbilder überwiegend von DigitalGlobe und MDA Federal (Google Maps FAQ).  Bis September 2008 wurde zudem Material von NAVTEQ, einem US-amerikanischen Anbieter von Geodaten mit Sitz in Chicago, verwendet. Dieser beliefert weiterhin Yahoo! Maps und Local Live. Die Satellitendaten für Google Maps sind dieselben wie bei Google Earth und meistens ein bis drei Jahre alt sind (Google FAQ). 

MDA Federal liefert die Grundversorgung mit Satellitenbildern, die eine Auflösung von ca. 30 Metern pro Pixel bieten und auf denen nur großräumige landschaftliche Strukturen zu erkennen sind.

Bessere Aufnahmen mit einer Auflösung von 15 Metern pro Pixel lassen Stadtstrukturen erkennen und stammen von Digital Globe, einem Unternehmen mit Sitz in Longmont, Colorado, sind aber nicht für alle Bereiche verfügbar. In dieser Qualität sind die meisten Gegenden in Deutschland dargestellt (Ausnahme: Städte über 500.000 Einwohner). Ebenfalls von Digital Globe stammen Bilder in einer Auflösung von 60-70 Zentimeter pro Pixel, die Großstädte zeigen. In diesen Bereichen kann ca. bis auf 300 Meter herangezoomt werden, ohne dass die Aufnahmen unscharf werden. Einzelne Autos und Gebäudedetails sind bei dieser Auflösung klar unterscheidbar.

Digital Globe wurde 1992 als Earth imaging and information company gegründet und erhielt im gleichen Jahr die Genehmigung des amerikanischen Wirtschaftsministeriums vor dem Hintergrund des Land Remote Sensing Policy Act, hochaufgelöste Aufnahmen aus dem All machen zu dürfen. Täglich werden durch die Satelliten WorldView 1 und Quickbird über 600.000 Quadratkilometer der Erde abfotografiert. WorldView 1 wurde am 18.9.2007 gestartet und liefert aus einer Höhe von 496 km Bilder in einer Auflösung von 0,5 m. Quickbird ist bereits seit Oktober 2001 im All. Seine Bilder erreichen eine Auflösung von 0,6 m. World View 2 soll 2009 gestartet werden.

Noch bessere Aufnahmen liefert Sanborn für die meisten Städte in den USA. Die Bilder mit einer Auflösung von etwa 30 Zentimeter pro Pixel, in einzelnen Bereichen sogar 15 Zentimeter pro Pixel werden mit Luftbildkameras von Flugzeugen oder Hubschraubern gewonnen. Bei den 15-Zentimeter-Daten können einzelne Personen oder Automarken ausgemacht werden. In England bezieht Google derartige Aufnahmen von der „The Geoinformation Group."

Die besten Luftaufnahmen mit einer Auflösung von 8 cm pro Pixel zeigen einen kleinen Bereich der Innenstadt von Cambridge, Massachussets, der im Auftrag des Office of Geographic and Environmental Information of Massachussets beflogen wurde.

(Quelle: Löhr, Thematische 3D-Kartographie unter Verwendung von CommonGIS und Google Earth)

 


   

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