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6.3.2009 Linkzar, SEO und russische Links
Google mag weder Linkfarmen noch gekaufte Links. Letztes Jahr wurden wegen Verstoß gegen die Richtlinien der Suchmaschine zahlreiche Seiten in ihrem PageRank herabgesetzt, die Links von ihrer Seite verkauft haben. Aber wie sieht es mit den verlinkten Seiten aus? Schon länger wird darüber spekuliert, ob einer Seite gezielt Schaden zugefügt werden kann, indem sie in Linkfarmen eingetragen wird (siehe die ältere Meldung zum Google-Bowling). Bislang eine theoretische Spielerei, die der "Linkzar" nun austestet. In letztes Zeit ist es in Mode gekommen, Links von russischen Seiten zu kaufen. Dabei scheinen Links von Webseiten mit hohem PageRank relativ günstig zu erwerben sein. Das Geschäftsmodel der Linkvermittlung wurde in zahlreichen Blogs aufgegriffen und als Suchmaschinenspam negativ kommentiert. Doch Linkzar.ru schlägt zurück! Wer sich kritisch äußert, wird massenweise verlinkt! Und dies in klarer Schädigungsabsicht und mit wenig vorteilhaftem Text. Unter der Suche nach Black Hat SEO erscheint u.a. die Seite JuraBlogs...

Was bezweckt Linkzar.ru damit? Gute Frage. Wer Links aus Russland will, braucht sich nur negativ äußern und schon hat er sie? Ein Weg, sich die Vermittlungsgebühr zu sparen? Wohl kaum. Der Linkzar - dessen Identität natürlich nicht bekannt ist, nach Vermutungen könnten hinter der Seite auch Suchmaschinenoptimierer aus Deutschland stehen - könnte darauf spekulieren, dass Google auf eine Abstrafung seiner Seite und der Linkvermittlung verzichtet. Google könnte sich nicht mehr sicher sein, ob das Unternehmen ein Opfer des Linkzaren bestraft oder jemanden, der wirklich Links gekauft hat. Aber auch diese Rechnung dürfte nach meiner Einschätzung nicht aufgehen. Google könnte die Links einfach ignorieren, ohne an sie eine weitere Strafe zu knüpfen. Es würde niemand abgestraft, der nichts dafür kann und die Käufer der Links hätten keinen Vorteil.

Ein Webmaster, unter dessen Namen auch noch Beiträge auf der Website des Linkzaren erschienen, die natürlich nicht von ihm stammen, hat bereits die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach eingeschaltet. Ob da viel rauskommt?


   

Google
 
Web www.linksandlaw.de

 

 

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