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26.2.2009 Landing Page: Schlechte Qualität erhöht Mindestklickpreis

Die Reihenfolge der Anzeigen, die Google neben bzw. über den eigentlichen Suchergebnissen platziert, ist zum einen von dem Preis abhängig, den ein Werbekunde maximal für seine Anzeige zu zahlen bereit ist, aber auch von Qualitätsfaktoren, die nur bedingt zu beeinflussen sind, z.B. wie oft eine Anzeige bei vorherigen Schaltungen angeklickt wurde. Im FAQ zu Google AdWords werden die wichtigsten Relevanzfaktoren aufgelistet:

  • Die bisherige Klickrate (Click-through-Rate - CTR) des Keywords und der zugehörigen Anzeige bei Google; beachten Sie, dass die Klickrate im Google-Werbenetzwerk sich nur auf den Qualitätsfaktor im Google-Werbenetzwerk auswirkt und nicht auf den Qualitätsfaktor bei Google.

  • Das bisherige Kontoprotokoll, das mit der Klickrate der Anzeigen und Keywords in Ihrem Konto gemessen wird

  • Die bisherige Klickrate der Anzeige-URLs in der Anzeigengruppe

  • Die Qualität der Zielseite

  • Die Relevanz des Keywords für die Anzeigen in seiner Anzeigengruppe

  • Die Relevanz des Keywords und der zugehörigen Anzeige für die Suchanfrage

  • Die Leistung Ihres Kontos in der geografischen Region, in der die Anzeige erscheinen soll

  • Andere Relevanzfaktoren

Sind diese Werte bei einer Anzeigenkampagne gut, kann der Webetreibende ggf. seine Anzeige vor der eines Konkurrenten platziert finden, der mehr bereit ist, für einen Klick zu bezahlen. Ein Relevanzfaktor aber kann den Preis in die Höhe treiben, die Qualität der Zielseite. Erfolgt hier eine schlechte Einstufung, dann setzt Google das Mindestgebot drastisch hinauf. Statt eines Mindestgebots von nur einem Cent, kann hier ein Preis von rund 7-8 Euro erscheinen! Damit wird eine Kampagne völlig unwirtschaftlich.

Betroffen sind nach dem FAQ zunächst Webseiten, die kostenlos Dinge gegen die Herausgabe personenbezogener Daten anbieten, Seiten, die vorwiegend nur zur Anzeigenschaltung dienen und Seiten, die Malware vertreiben. Aber auch andere Seiten können betroffen sind, wenn sie keine "hinreichende Qualität" mit "unique content" aufweisen. Angesprochen sind Seiten mit Produktvergleichen, Reisebüros, Zweigunternehmen und Websites zur schnellen Gewinnsteigerung.

Ein Tipp, um eine derartige Preiserhöhung zu verhindern ist es, den Google AdsBot von seiner Seite auszusperren. Dann kann er diese nicht auswerten. Dies führt zwar auch zu einem Mindestklickpreis von rund einem Euro, aber immer noch besser als die Heraufsetzung auf acht Euro! In robots.txt muss hierzu angegeben werden:

User-agent: AdsBot-Google
Disallow: /

Die Qualität der Zielseite ist in den USA zum ersten Mal Gegenstand eines Klageverfahrens geworden. Mehr dazu morgen!

 


   

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