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23.1.2009 Suchmaschinen für wissenschaftliche Texte - Anbieter und Forschung

Wer überhaupt von Wissenschaftssuchmaschinen bisher gehört hat, kennt oft nur Google Scholar. Dabei gibt es hier einige Alternativen, die Pieper/Wolf in ihrem Beitrag "Wissenschaftliche Dokumente in Suchmaschinen" (Beitrag in"Handbuch Internet-Suchmaschinen" von Dirk Lewandowski (Hrsg.)) näher untersucht haben. Die Autoren haben festgestellt, dass sich die Suchergebnisse der fünf untersuchten Anbieter erheblich voneinander unterscheiden, was den Schluss auf sehr unterschiedliche Rankingkriterien bei der Wissenschaftssuche zulässt. Zudem lassen sich die Anbieter hinsichtlich des erfassten Datenbestanden in zwei Gruppen einteilen. Google Scholar und Scirus haben die breiteste Datenbasis, führen in ihren Suchergebnissen aber auch die meisten Treffer aus, die zu im Volltext nicht verfügbaren Dokumenten führen. BASE, OAIster und Scientific Commons hingegen konzentrieren sich auf die Erfassung von Dokumenten aus Dokumentenservern. BASE hat so zwar die wenigsten Dokumente im Index, dafür aber den größten Anteil von frei zugänglichen.

  • Scirus ist die englischsprachige Wissenschafts-Suchmaschine des Elsevier-Verlags für hauptsächlich wissenschaftliche, technische und medizinische Publikationen und wurde am 1. April 2001 gestartet. Der Datenbestand, der von Scirus recherchierbar ist, umfasst etwa 200 Millionen wissenschaftliche Dokumente und Webseiten im Volltext.

  • OAIster ist eine Suchmaschine der University of Michigan, mit der die Metadaten von verschiedenen Dokumentenservern durchsucht werden können.

  • ScientificCommons.org ist eine Plattform zur Suche nach frei zugänglichen wissenschaftlichen Publikationen. Über die Suchmaschine sind mehr als 21 Millionen Publikationen aus 920 Dokumentenservern und mehr als acht Millionen Autoren (Stand: 1. August 2008) aus allen wissenschaftlichen Bereichen auffindbar.

  • Google Scholar ist die Wissenschaftssuchmaschine von Google.

  • Die Bielefeld Academic Search Engine (BASE) ist eine multidisziplinäre Suchmaschine der Universität Bielefeld für wissenschaftliche Internet-Quellen, die von der Universitätsbibliothek Bielefeld basierend auf der Technologie der norwegischen Firma FAST Search & Transfer entwickelt wurde. BASE wurde 2004 in Betrieb genommen.

 


   

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