Unter dem Stichwort "Blended
Search" oder "Universal Search"
wird die Anreicherung der
Suchergebnisse durch Daten aus
anderen Quellen verstanden. Bei
passenden Suchanfragen blendet
Google z.B. eine Karte seines
Map-Dienstes oder News, Bilder
oder Videos ein. Hintergrund
hierfür ist ein als "Tab-Blindness"
bekanntes Phänomen. Nutzer
nehmen die Tabs nicht wahr, mit
denen sie zu besseren
Ergebnissen kommen könnten, wenn
sie z.B. gezielt nach Bildern
oder News suchen würden. Für die
Betreiber der Suchmaschinen
stellt sich hier die Frage, wo
sie diese zusätzlichen
Informationen positionieren
sollen. Während Google mehr oder
weniger an der originären
Listenform festhält, präsentiert
die Suchmaschinen Ask bevorzugt
Ergebnisse aus anderen Quellen
neben der eigentlichen
Trefferliste.
Jede Änderung kann
die Aufmerksamkeit der Nutzer
verändern. Bekanntermaßen
richtet sich deren Blick erst
auf Bilder, dann auf Texte. Dies
müssen Suchmaschinenbetreiber
berücksichtigen, wollen sie doch
nicht zuletzt die Aufmerksamkeit
der Nutzer auf die Werbeanzeigen
locken, mit denen sie sich
nahezu ausschließlich
finanzieren. Deshalb setzen sie
auch auf wissenschaftliche
Untersuchungen, bei denen die
Blickbewegungen der Nutzer
untersucht und sog. Heatmaps
erstellt werden. Ein
Patentrezept, wie die optimale
Gestaltung ist, hat bislang noch
niemand gefunden. Die
Kombination der Ergebnisse aus
mehren Quellen ist derzeit eine
der großen Herausforderungen für
die Suchmaschinen.