Die neuste Version des Bildbearbeitungsprogramms Picasa
ermöglicht es, Personen auf Fotos mit einem Tag mit deren
Namen zu versehen. Picasa kann dann die ganze Datenbank nach
Fotos dieser Person durchsuchen. Hört sich erst einmal sehr
interessant an. So lassen sich Alben mit Bilder zu einer
bestimmten Person sehr einfach erstellen.
Und doch liegen die Risiken dieser neuen Technik auf der
Hand. Google könnte sie theoretisch in seine Bildersuche
übernehmen. Statt nach einem Namen zu suchen, könnte ein
Nutzer ein Bild mit einer Person hochladen und dieses dann
mit allen Aufnahmen in der Datenbank abgleichen. Spinnt man
dieses Szenario weiter, könnten Aufnahmen aus Live-Webcams
ausgewertet werden. So ließe sich ggf. ermitteln, wo sich
eine Person wann aufgehalten hat. Spaßig mag es ja noch
sein, wenn man beim Ego-Googeln ermitteln will, auf wie
vielen Urlaubsfotos man zufälligerweise auftaucht. Wird
diese Technik von politischen Regimen eingesetzt, die Bilder
von Demonstrationen damit auswerten, ist dieser rasch
vorbei. Alles noch Zukunftsmusik, aber die Technik ist
vorhanden und ob der Datenschutz Google davon abhalten wird,
in diese Richtung neue Dienste zu entwickeln, bleibt
abzuwarten.