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7.8.2008
Literatur zu Rechtsfragen der Google Buchsuche |
Die Google Buchsuche ist bekanntlich rechtlich äußerst
umstritten, weil Google sich beim Scannen der Bücher,
die durchsuchbar gemacht werden, nicht auf
urheberrechtsfreie Werke beschränkt bzw. auf solche,
deren Urheber dieser Verwertung zugestimmt haben. Google
scannt auch urheberrechtlich geschützte Werke in
zahlreichen Universitätsbibliotheken. In den USA ist
diese Praxis Gegenstand zweier Gerichtsverfahren, in
deren Mittelpunkt die Auslegung der allgemeinen
Schrankenbestimmung des fair use steht.
Die Feststellung von fair use erfolgt dabei im
jeweils konkreten Einzelfall anhand der
Abwägung mehrerer Faktoren.
Maßgeblich ist danach, welchem Zweck die Nutzung dient,
insbesondere ob sie kommerziell oder nichtkommerziell
ist (the purpose and character of the use, including
whether such use is of a commercial nature or is for
nonprofit educational purposes), welcher Art das
geschützte Werk ist (the nature of the copyrighted
work), wieviel von ihm genutzt wird (the amount
and substantiality of the portion used in relation to
the copyrighted work as a whole) und welche
wirtschaftlichen Auswirkungen diese Nutzung hat (effect
of the use upon the potential market for or value of the
copyrighted work). Kein Faktor alleine ist
ausschlaggebend. Gerichte messen dem ersten und vierten
Faktor in der Regel die größere Bedeutung zu.
In den nächsten beiden Tagen werde ich einige Aspekte
der fair use Diskussion näher aufgreifen. Wer
sich insgesamt näher mit der Thematik beschäftigen will,
der sei auf meinen Aufsatz
"Die Google-Buchsuche, GRUR Int. 2007, 562-569"
verwiesen und die Beiträge auf der
englischsprachigen Links & Law Website. In den USA
wird die Frage in der Literatur natürlich ebenfalls sehr
kontrovers diskutiert. Hier eine kleine Auswahl von
jüngeren Beiträgen:
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