30.7.2008
Metatag-Urteil: Synscort v. Innovative Routines
In Zusammenhang mit dem
Verfahren zwischen eBay und Tiffany habe ich letzte Woche die
Zulässigkeit einer beschreibenden Verwendung einer Marke nach
US-Recht angesprochen. Der sog. "nominative fair use" setzt
voraus, dass
ein Produkt ohne Nennung der Marke nicht beschrieben werden
kann,
die Markennennung nur im erforderlichen Umfang erfolgt, um das
Produkt zu identifizieren bzw. zu beschreiben und
die Benutzung nicht in einer Art und Weise erfolgt, die eine
Verbindung zum Markeninhaber vermuten lässt.
Der U.S. District Court for the District Court of New
Jersey hat die Verwendung einer fremden Marke als
Metatag im konkreten Fall als zulässigen nominative fair
use gewertet. Beide Parteien erstellen Software, der
Kläger ein Produkt namens "SyncSort Unix", das in der
speziellen Sprache "syncsort" geschrieben ist. Der Beklagte
vertreibt ähnliche Software, ebenfalls in einer speziellen
Programmsprache. Auf seiner Website warb er damit, dass sein
Programm in der Lage wäre "syncsort" in die von ihm
verwendete Sprache zu übersetzen. Er verwendete das Wort "syncsort"
als Metatag. Das Gericht sah darin eine zulässige
Beschreibung seines eigenen Produkts und hatte gegen die
Verwendung des Begriffs als Metatag keine rechtlichen
Bedenken.