Google hat am
15.11. beim
Superior Court of
Santa Clara County Klage gegen Auctions Expert International
eingereicht. Der Vorwurf: Das beklagte Unternehme habe sich
angemeldet, AdWord Anzeigen auf seiner Webseite anzuzeigen und
habe dann in betrügerischer Absicht Klicks auf diese
Werbeanzeigen erzeugt, um sich so einen ungerechtfertigten
Gewinn zu erschwindeln.
Der Hintergrund:
Klickt ein
Google-Nutzer auf den Link einer AdWord-Anzeige, bucht
Google vom Etat des Werbenden einen Betrag ab und leitet den
Besucher zur beworbenen Webseite weiter (sog.
Pay-per-Click-Geschäftsmodell). Dieses System funktioniert
so lange im Interesse des Werbenden, als auch wirklich eine
an der Werbung interessierte Person die Anzeige anklickt.
Unter
Klick-Fraud versteht man nun ganz allgemein alle Handlungen,
bei denen die Anzahl der Klicks zur Schädigung des
Werbekunden bewusst verfälscht wird, sei es automatisch
durch Scripts oder auch durch Personen (z.B. Konkurrenten
des Werbenden). Da Klicks von Robotern zumindest teilweise
von den Suchmaschinen als solche erkannt und nicht gezählt
werden können, entwickelt sich vor allem die Alternative, in
Billiglohnländern wie Indien oder Pakistan Arbeiter für das
Anklicken von Links zu beschäftigen (India's
secret army of online ad clickers)
Wer an Googles
AdSense-Werbenetzwerk teilnimmt, zeigt auf
seiner eigenen Webseite Besuchern ebenfalls AdWord- Anzeigen
und erhält für Klicks ebenfalls ein Entgelt.